"Sennebahn" Paderborn - Bielefeld

Die im Jahre 1901/02 in zwei Etappen in Betrieb genommene "Sennebahn" verbindet die beiden Universitätsstädte Paderborn und Bielefeld mit einer 40 Km langen eingleisigen Nebenbahn. Die wenig kurvenreiche Strecke verläuft überwiegend über flaches und teilweise unbewohntes Land und lässt auf den langen geraden Abschnitten bereits den nächsten Haltepunkt/Bahnhof am Schienenhorizont erkennen. Seit dem 15.Dezember 2003 verkehrt auf der KBS 403 die in Osnabrück ansässige Nord-Westbahn und setzt seit dem die Triebwagen der Baureihe 643 ein. Planmäßigen Güterverkehr zwischen Bielefeld und Paderborn gibt es keinen mehr. Vom Paderborner Güterbahnhof aus werden in der Regel die Anschlußstellen in Schloß-Neuhaus (Benteler), das Ausbesserungswerk in Paderborn-Nord sowie der Streckenrest nach Bad Lippspringe zur Anschlußstelle Benteler-Talle bedient. In unregelmäßigen Abständen wird in Sennelager Militär verladen und von Brackwede Gbf wird Mannesmann Precision Tubes (Werk Brackwede) sporadisch angefahren. Durch den zögernd voran schreitenden Ausbau der Sennebahn, der bereits mit dem ersten Spatenstich in Hövelriege im Mai 2011 erfolgte, büsste die Sennebahn ihren bis dato typischen Nebenbahncharakter ein. Alte Signaltechnik musste der neuen ESTW-Technik weichen, ebenso wurden durch die Anhebung der Streckengeschwindigkeit auf 100Km/h die ungesicherten Bahnübergänge geschlossen. Mit mehrmonatiger Verspätung ging die modernisierte Sennebahn offiziell, zum kleinen Fahplanwechsel im Juni 2015, in Betrieb und wird von Lage (Lippe) aus zentral gesteuert.